Anselm Dalferth bewegt sich als Regisseur, Konzertgestalter, Dramaturg und Vermittler zwischen vielfältigen künstlerischen Welten und hat große Freude daran, Kreativität und Beteiligung zu fördern.
Engagements führten ihn u.a. an das Nationaltheater Mannheim, das Staatstheater Mainz, zur Elbphilharmonie und auf Kampnagel Hamburg, an die Philharmonie Luxembourg, die Philharmonie Essen, die Deutsche Oper Berlin, die Deutsche Oper am Rhein, die Gare du Nord Basel, das Strathmore Arts Center Washington DC, den Musikverein Wien, die Schauburg München, zum Beethovenfest Bonn und zum rainy days festival Luxembourg, zum Ensemble Modern und dem Ensemble Resonanz sowie zum Beethovenorchester, zur Sächsischen Staatskapelle Dresden und zum Sinfonieorchester Basel, wo er die Reihe mini.musik leitet.
Zu dem breiten Spektrum seiner Arbeiten gehören R. Wagners Der fliegende Holländer, W.A. Mozarts Don Giovanni, die deutschen Erstaufführungen von R. Langgaards Antikrist und G. Aperghis Avis de tempete, S. Sciarrinos Infinito nero, The cold trip - eine Winterreise von F. Schubert und B. Lang, Aus der Tiefe mit Kantaten von J. S. Bach, A. Schönbergs Die Prinzessin, M. Kagels Der mündliche Verrat, die jeweils für den Faustpreis nominierten Produktionen Nils Karlsson Däumling, Wie klingt Nimmerland? und Die Erde über mir (nach W.A. Mozarts Requiem) die Uraufführungen von Z. Moultakas Hamed und Sherifa und N. Morrishs Schöner als Perfekt und zahlreiche Stückentwicklungen mit Musik unterschiedlicher Komponist*innen -
durch seine konstante Praxis im Feld ungewöhnlicher Aufführungsformate erforscht er auf sinnliche Weise zeitgenössische Perspektiven auf Musik, Theater, Performance und aktuelle gesellschaftliche Themen für ein diverses Publikum.
Er war fester Regisseur, Dramaturg sowie künstlerischer Leiter des „Hörtheater“ (2014-2021) am Staatstheater Mainz mit Produktionen auf allen Bühnen des Hauses und im öffentlichen Raum, künstlerischer Leiter des D-Bü Wettbewerbs der deutschen Musikhochschulen (2024), Kurator und künstlerischer Leiter von „Sound of the City – Animal Life“ an der Wuppertaler Oper (2023), Co-Kurator beim transkulturellen Festival Orientation (2016) und kuratorischer Mitarbeiter beim Mannheimer Mozartsommer (2009-2014).
Als Dramaturg, Regisseur und Vermittler am Mannheimer Nationaltheater/Oper und Junge Oper unter der Intendanz von Kaus-Peter Kehr konnte er eine erfolgreiche Zeit mitgestalten, die in mehreren Auszeichnungen gipfelte (Uraufführungen des Jahres, Opernhaus des Jahres).
Anselm war in zahlreiche Ur- und Erstaufführungen in Konzert und Musiktheater involviert und arbeitet kontinuierlich mit Komponist*innen in gemeinsamen Stückentwicklungen zusammen.
Sein Engagement für neue Zugänge zeigt sich auch in zahlreichen künstlerischen Vermittlungsprojekten mit diversen gesellschaftlichen Gruppen in Freiburg, Mainz, Mannheim, München, Bonn, Essen und in Kolumbien. Er gründete das Mannheimer Geräuschorchester und das Mainzer Geräuschensemble mit Bürger*innen und rief am Nationaltheater Mannheim die Familienkonzertreihe "Mara, die Mannheimer Rakete" ins Leben.
Seine Arbeiten für junges Publikum waren u. a. beim Schäxpir Festival Linz, dem Europäischen Festival Happy New Ears, in der Kölner Philharmonie, beim Kuckuck Festival München und beim Fratz Festival Berlin zu erleben. Er war Assistent bei Zukunft@Bphil der Berliner Philharmoniker (Junge Ohren Preis 2006).
Zu seinen Auszeichnungen gehören der Götz Friedrich-Studiopreis (2013), die Einladung zum Theatertreffen des deutsch-europäischen partizipativen Theaters (2015), Nominierungen für den österreichischen Stella (2025) und den deutschen „Faust“ (2018, 2019 und 2024), die mehrfache Nominierung der Inszenierung von Rued Langgaards Oper ›Antikrist‹ als Wiederentdeckung des Jahres (Opernwelt 2018) und zahlreiche Nennungen in Kritikerumfragen der gängigen Fachzeitschriften.
Anselm studierte Violine, Schulmusik und Germanistik in Dresden, Freiburg und Paris und absolvierte ein Studium in théâtre musical / Experimentellem Musiktheater bei Georges Aperghis in Bern. Er blickt auf eine umfangreiche internationale Auftrittstätigkeit als Performer und Geiger zurück.
Er hält Workshops und Lehraufträge an verschiedenen Hochschulen und lehrt als Professor für Konzert und Performance an der staatlichen Hochschule für Musik Nürnberg.