Musiktheater - Inszenierte Konzerte - Oper - 
Hörtheater - Junges Publikum - Communityprojekte


Anselm Dalferth ist Regisseur und Künstlerischer Leiter, Musiker, Dramaturg und Musikvermittler. Er inszenierte u.a. an der Elbphilharmonie Hamburg, am Nationaltheater Mannheim, am Staatstheater Mainz, an der Deutschen Oper Berlin/Tischlerei, der Deutschen Oper am Rhein, der Oper Wuppertal, dem Theater Münster und arbeitete mit dem Ensemble Modern, dem Beethovenorchester Bonn, dem Ensemble Resonanz und den United Instruments of Lucilin.
Bereits seit seinem Studium bei Georges Aperghis bildet die intensive Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Musik und die Zusammenarbeit mit Komponist*innen einen Schwerpunkt seiner Tätigkeiten. So konnte er zahlreiche Uraufführungen realisieren und Produktionen an den Übergängen von Musiktheater, Konzert und Performance gestalten.
Zu seinen Auszeichnungen gehören der Götz Friedrich-Studiopreis (2013), die Einladung zum Theatertreffen des deutsch-europäischen partizipativen Theaters (2015), Nominierungen für den Theaterpreis „Der Faust“ (2018 und 2019) und zahlreiche Nennungen in Kritikerumfragen von „Opernwelt“ und „Die Deutsche Bühne“. 2009 wurde er fest ans Nationaltheater Mannheim und 2014 ans Staatstheater Mainz engagiert. In Mainz ist er Künstlerischer Leiter des „Hörtheater“: Hier verbindet er zeitgenössische Musikstile und Themen zu eigenwilligen, interdisziplinären Musiktheaterabenden (zuletzt wurde das Format anlässlich der Produktion The Cold Trip – eine Winterreise in der Saisonbilanz der „Deutschen Bühne" 2020 als besonders kreativ und innovativ hervorgehoben). In Mannheim war er an vielen Repertoireopern, Uraufführungen und Stückentwicklungen beteiligt (Dramaturg der Uraufführung des Jahres 2014, Opernhaus des Jahres 2015) und für die erfolgreiche Konzertreihe „Mara, die Mannheimer Rakete“ verantwortlich. 
Nach einer Tätigkeit als Assistent im Educationteam der Berliner Philharmoniker (Junge Ohren Preis 2006) leitete Anselm Dalferth zahlreiche künstlerische Vermittlungsprojekte und gründete das Mannheimer Geräuschorchester und das Mainzer Geräuschensemble mit Bürger*innen.
Seine Inszenierungen für junges Publikum waren bei internationalen Festivals zu sehen, so u. a. am Strathmore Arts Center Washington DC, dem Schäxpir Festival Linz, dem Europäischen Festival Happy New Ears, in der Kölner Philharmonie, beim Kuckuck Festival München, auf Kampnagel Hamburg und beim Fratz Festival Berlin.
Er blickt auf eine umfangreiche Konzerttätigkeit als Geiger u.a. mit der Jungen Deutschen Philharmonie, dem Ensemble Modern Frankfurt, dem Kurpfälzischen Kammerorchester, am Theater Freiburg, dem Nationaltheater Mannheim und auf Festivals wie den Donaueschinger Musiktagen, bei MaerzMusik Berlin, den Klangspuren Schwaz oder auf dem Wacken Festival zurück. Er entwickelte außerdem Musik für verschiedene Theaterproduktionen.
Neben zahlreichen Beiträgen für Magazine und Programmhefte schrieb er verschiedene Libretti für Kindermusiktheater und Artikel für Fachliteratur, die bei Verlagen wie Schott und Metzler erschienen sind. 
Anselm Dalferth studierte in Dresden, Freiburg i.Br., Paris und Bern, war 2005/06 Volontär an der Opéra national de Paris (Intendanz Gerard Mortier) und assistierte dem Dokumentarfilmregisseur Norbert Beilharz bei Produktionen für 3Sat und arte.
Er lehrt als Professor für innovative Aufführungsformate (Konzert und Performance) an der staatlichen Hochschule für Musik Nürnberg.